Die doppelt qualifizierte Mehrheit – WEG Verwaltung

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Im Wohnungseigentumsgesetz ist geregelt, dass für verschiedene Beschlüsse der Gemeinschaft unterschiedliche Mehrheiten erforderlich sind. Dabei gelten für bestimmte Belange besondere Anforderungen.

Die doppelt qualifizierte Mehrheit

„(4) Die Wohnungseigentümer können im Einzelfall zur Instandhaltung oder Instandsetzung im Sinne des § 21 Abs. 5 Nr. 2 oder zu baulichen Veränderungen oder Aufwendungen im Sinne des §22 Abs. 1 und 2 durch Beschluss die Kostenverteilung abweichend von Absatz 2 regeln, wenn der abweichende Maßstab dem Gebrauch oder der Möglichkeit des Gebrauchs durch die Wohnungseigentümer Rechnung trägt. Der Beschluss zur Regelung der Kostenverteilung nach Satz 1 bedarf einer Mehrheit von drei Viertel aller stimmberechtigten Wohnungseigentümer im Sinne des § 25 Abs. 2 und mehr als der Hälfte aller Miteigentumsanteile.“  Quelle: https://dejure.org/gesetze/WEG/16.html

Die Abstimmung nach doppelt qualifizierter Mehrheit ist also immer dann notwendig, wenn die Kostenverteilung von Instandsetzungsbeschlüssen mit verbundenen Modernisierungsanteilen beschlossen werden sollen (keine reinen Instandhaltungsmaßnahmen!). Für die Mehrheit müssen mindesten 50 % aller anwesenden und vertretenden Miteigentumsanteile und mindestens 75 % aller Eigentümer (Kopfprinzip) für den Beschluss abstimmen. Bei Berechnungen dieser Art sollte der Verwalter entsprechend vorbereitet in die Versammlung gehen.

Bildquellenangabe: Rainer Sturm  / pixelio.de

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M. Ackermann

Über den Autor:

Manfred Ackermann ist Inhaber von Ackermann Immobilien und seit mehr als 30 Jahren im Immobiliengeschäft tätig. Er engagiert sich im Haus und Grundbesitzerverein im Ortsverein Wedding als 2. Vorsitzender.

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